wo der anfang ende ist / 2003

ich habe am "fugeprojekt" in der grünau, zürich, teilgenommen. eine siedlung im quartier grünau mit mehr als 200 wohnungen, wird im frühling 2004 abgebrochen. Als zwischennutzung durften künstlerinnen und künstler projekte realisieren. bedingung war, sich mit der bevölkerung sowie dem abschiednehmen der siedlung auseinander zu setzen. dabei ist die arbeit "wo der anfang ende ist" entstanden.

das ausziehen unzähliger bewohner, die darüber klagen, ihre wohnungen unfreiwillig verlassen zu müssen, war anlass, mich mit dem sterbenden quartier auseinander zu setzen. auch dass mehr als dreissig kräftige bäume gefällt werden sollen, stimmt mich traurig.

die bäume im hof wurden mit todesanzeigen aus zeitungen beklebt. die wohnung hat als maskenstudio gedient. bewohner, kinder sowie freunde und bekannte liessen sich masken anfertigen. mit den masken schmückte ich die wände meines ateliers.

das maskenstudio war vor allem an tagen der "offenen ateliers" der öffentlichkeit zugänglich und wurde rege besucht. in dieser zeit ist das video "wo der anfang ende ist" entstanden. ein mann (lászló skarka) und junge frauen spielen mit dem roten faden. dazwischen modelliere ich masken und johanna lier spielt auf einer ziehharmonika.

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