A work about love

It warms. It holds. It tights

It warms.
It holds.
It tightens.

To free oneself
is to become
more entangled.

Sensual.
Tender.
A quiet pain.

A finite thread.
An endless tension.

Diese Arbeit ist László gewidmet.

Eine Zeit lang lag rote Wolle in meinem Atelier. Jeder Mensch, der den Raum betrat, begann mit ihr zu spielen. Sie wurde aufgenommen, gewickelt, gespannt, verknotet – als hätte sie eine eigene Sprache, die jeder intuitiv verstand.

László war oft hier. Er ist 2025 gestorben. Aus Filmaufnahmen dieser gemeinsamen Zeit habe ich Sequenzen als Stills herausgelöst – Momente, in denen sich der Faden um den Körper legt.

Der rote Faden wird zu einem Kleid, das sich umhüllt, wärmt und schützt. Gleichzeitig bindet er. Mit jeder Bewegung entstehen neue Verwicklungen. Sich zu befreien ist kaum möglich, denn jeder Versuch erzeugt neue Spannung.

So trägt die Arbeit eine doppelte Bewegung in sich: Sinnlichkeit und Geborgenheit auf der einen Seite, Schmerz und Verstrickung auf der anderen. Der Faden wird zu einer endlichen und zugleich unendlichen Linie – eine Spur von Nähe, Erinnerung und Verlust.